Weniger Design ist häufig mehr

Bewerbung ist immer Werbung – auch bei der Erstellung eines überzeugenden Lebenslaufes. Der Fokus des Lesers liegt allerdings klar auf den Inhalten – also auf Ihren Kompetenzen, Erfahrungen und Qualifikationen. Ein ansprechendes Lebenslauf-Design ist eine gute Verpackung, signalisiert Engagement und lässt Ihr Profil glänzen. Ziele viele bunte Bildchen, grelle Farben oder wild kombinierte Gestaltungselemente lenken aber ab. Schon oft wurde ich beim Öffnen eines Lebenslaufes von „zu viel“ erschlagen – oder aber ein eigentlich interessanter Lebenslauf kam lieb- bzw. trostlos daher.

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Nutzen Sie zurückhaltende Farben

Beim Design des Lebenslaufes gilt es das richtige Maß finden: Nicht zu viel und nicht zu wenig! Nutzen Sie bei der Erstellung Ihres Lebenslaufes, Gestaltungselemente in der Kopf- und Fußzeile oder am Seitenrand. Denken Sie daran: Es geht nicht darum, ein Design vom Fachmann zu imitieren, sondern zu zeigen, dass Sie Ihre Bewerbung ernst nehmen. Ich empfehle eine zurückhaltende Farbgebung in Abstimmung auf Ihr Bewerbungsfoto, um ein harmonisches Gesamtbild zu erzeugen. Farben mit Verwandtschaft zu jeweiligen Farbfamilie eigenen sich zur inhaltlichen Strukturierung Ihres Lebenslaufes. Zur Abgrenzung verschiedener Kategorien in Ihrem Lebenslauf empfehle ich darüber hinaus verschiedene Schrifttypen und -farben zu nutzen. Aber auch dies wohl dosiert.

Zu viel Grafik lenkt ab vom Wesentlichen

So modern ergänzende Bilder, Grafiken oder Symbole bei Lebensläufen aktuell sind und so spannend manche Lebensläufe dadurch auf den ersten Blick wirken, sie lenken meinen Blick weg vom Wesentlichen. Als Recruiter oder Personalentscheider möchte ich im Trubel meines Alltages schnell erkennen können, ob ich Sie kennenlernen möchte. Schicke Grafiken, zusätzliche Bilder oder große Piktogramme entscheiden am Ende nicht darüber, ob Sie zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden oder nicht. Nutzen die den Platz Ihres Lebenslaufes also für die Beschreibung der wichtigen Dinge – Ihre Erfahrungen, Kompetenzen und Qualifikationen.

Symbole haben wenig Aussagekraft

Auch sehe ich in letzter Zeit viele Lebensläufe, in denen Kompetenzen oder Zusatzqualifikationen grafisch dargestellt sind. Balken sollen im Lebenslauf z.B. das Niveau Ihrer Sprach- oder IT-Kenntnisse abbilden. Diese sind zwar z.T. gestalterisch gut gemacht, lassen mich als Leser aber mit Fragen zurück. Was bedeuten 3 von 5 ausgefüllte Punkte in Bezug auf Ihre Englisch-Kenntnisse? Fließend aber nicht verhandlungssicher? Das ist schwer zu erkennen, wenn es keine Legende dazu gibt. Sofern es etablierte Begrifflichkeiten, wie bei Sprachkenntnissen, gibt, empfehle ich Ihnen diese zu nutzen. Sollte es aber, wie bei Softskills, schwierig sein ein Niveau zu definieren, reicht die Nennung der Kompetenz aus. In einem möglichen Gespräch können Sie diese dann mit Erläuterungen konkretisieren. 

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