Ausbildung und Studium – welche Informationen sind wichtig

So fällt das Wichtigste direkt ins Auge

„Sie verfügen über ein erfolgreich abgeschlossenes Studium…“ Diesen Satz hat jeder schon einmal gelesen und gegebenenfalls danach schon entschieden, ob sich ein Weiterlesen lohnt. Das Anforderungsprofil in Stellenausschreibungen startet meist mit den erforderlichen oder gewünschten Ausbildungs- oder Studienabschlüssen. Auch in Ihrem Lebenslauf sind dies harte Fakten, auf die direkt geprüft wird. Eine übersichtliche Darstellung, die alle relevanten Informationen in einer Kategorie bündelt und entscheidende Begriffe betont, wirkt professionell und kommt dem Leser entgegen.

Angaben zu Ausbildung und Studium

Heben Sie Ihre Abschlüsse hervor

Analog zur Darstellung Ihrer Berufserfahrung empfehle ich in diesem Bereich Ihres Lebenslaufes eine antichronologische Auflistung aller einschlägigen Stationen. Beginnen Sie mit dem zuletzt erworbenen Abschluss und enden Sie mit Ihrem höchsten Schulabschluss. Hinein gehören neben betrieblichen oder schulischen Ausbildungen, Studiengänge aber auch Promotionen. Eine Fortbildung, z.B. mit IHK-Abschluss, ist bereits an dieser Stelle Ihres Lebenslaufes erwähnenswert, wenn die Bedeutung für Ihre Zielposition hoch, der Titel allgemein anerkannt und dieser mit einer mehrmonatigen Vorbereitung verbunden ist. Damit ohne langes Suchen erkennbar ist, welche Abschlüsse Sie mitbringen, nennen Sie diese stets zuerst. Hochschule, Ausbildungsbetrieb oder Bildungsinstitut schließen sich dann an.

Auch Praktika, FSJ oder Auslandssemester lassen sich integrieren

Sie sind schon länger berufstätig, haben zuvor aber Praktika bei führenden Unternehmen absolviert oder sich im Rahmen eines Freiwilligendienstes zwischen Schule und Studium engagiert? Vor allem, wenn Sie seit mehreren Jahren im Beruf etabliert sind, braucht Ihr Lebenslauf keine eigene Kategorie zum Thema Praktika. Vielmehr lässt sich eine Auswahl interessanter und relevanter Praktika genauso wie das Auslandssemester oft als Teil der Studienzeit integrieren. Ebenso finden Wehr- oder Zivildienst und das FSJ dort einen guten Platz, wo Sie darstellen, was Sie zwischen Schule und Berufseinstieg gemacht haben. Alles sind Bestandteile Ihres Lebenslaufes, würden als eigene Kategorien jedoch zu viel Platz für andere wichtige Aspekte nehmen.

Studien-Abbrüche benennen aber nicht betonen

Nicht wenige Menschen haben im Rahmen Ihrer beruflichen Orientierung eine Ausbildung oder ein Studium begonnen, aber nicht abgeschlossen. Das kommt vor und geschieht meist aus gutem Grund. Komplett aussparen sollten man diesen Zeitraum allerdings nicht, denn Lücken im Lebenslauf machen Leser besonders neugierig. Irreführend wäre es aber auch, einen solchen Eintrag mit einem möglichen Abschluss zu starten. Nennen Sie in diesen Fällen daher lediglich den Ausbildungs- oder Studiengang und fügen Sie hinzu, dass kein Abschluss erworben wurde. In einem Gespräch können Sie dann erläutern, was Sie damals dazu gewogen hat, Ihrem beruflichen Weg eine neue Richtung zu geben.