Ratgeber: 5 wichtige Tipps für Ihr Bewerbungsfoto

Eigentlich sollte die Bedeutung von Bewerbungsfotos abnehmen. Seit 2006 gilt in Deutschland das Allgemeine Gleichstellungsgesetz (AGG). Das AGG soll „Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität verhindern und beseitigen. Seinerzeit ging man davon aus, dass durch das Gesetz mittelfristig auch Fotos aus Bewerbungen verschwinden.

Doch das hat sich in Deutschland nicht durchgesetzt. Stattdessen sind die Anforderungen sogar gestiegen. Wir zeigen Ihnen was Sie als Bewerber beim Einsatz Ihres Bewerbungsfotos beachten müssen.

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Die 5 wichtigsten Tipps für Ihr Bewerbungsfoto

  1. Wählen Sie den richtigen Bildausschnitt
    Ein gutes Bewerbungsfoto zeigt Sie im Halbporträt, also vor allem Ihr Gesicht und dazu etwas Schulterpartie, maximal sollte diese jedoch ein Fünftel des Fotos einnehmen. Der Kopf kann frontal auf die Kamera gerichtet sein, ein leicht seitlich gedrehter Kopf wirkt in der Regel natürlicher und macht einen besseren Eindruck. Finden Sie mit dem Fotografen den besten Winkel heraus.

  2. Tragen Sie für das Bewerbungsfoto passende Kleidung
    Die wichtigste Regel: Die Kleidung auf dem Bewerbungsfoto sollte zur Zielposition passen. Wenn Sie sich bei einem eher traditionellen Unternehmen bewerben, sollte auch Ihre Kleidung eher konservativ sein. Informieren Sie sich im Vorfeld über die Unternehmenswebseite und über die sozialen Netzwerke, welcher Dresscode im Zielunternehmen vorherrscht. Im Zweifel greifen Sie auf ein klassisches Business Outfit zurück. Für Männer bedeutet das: Ein Anzug in gedeckten Farben mit weißem oder hellblauen Hemd, falls gewünscht eine Krawatte. Frauen sind mit einem dunklen Hosenanzug kombiniert mit einer hellen Bluse gut angezogen. No go’s sind: schulterfreie Teile, zu weit aufgeknöpfte Hemden sowie faltige und fleckige Kleidungsstücke.

  3. Achten Sie auf Ihre Frisur
    Wichtig ist in jedem Fall, dass die Frisur ordentlich ist, die Haare gekämmt sind und nicht einfach in alle Richtungen abstehen. Ein guter Haarschnitt mit “gebändigten” Haaren macht fast immer einen seriösen und professionellen Eindruck.

  4. Achten Sie auf Ihre Mimik
    Versuchen Sie einen natürlichen, sympathischen und professionellen Gesichtsausdruck auf Bewerbungsfotos zu präsentieren. Das fällt nicht immer auf Anhieb leicht. Ihre Ausstrahlung entscheidet jedoch nicht unerheblich darüber, ob Personaler*innen Sie sofort sympathisch finden. Wir empfehlen Ihnen, das zu üben. Ein ungezwungenes ehrliches Lächeln, benötigt gerade beim Fotoshooting etwas Routine. Bitten Sie Freunde oder Familienangehörige um ein ehrliches Feedback.

  5. Beachten Sie den Hintergrund
    Ein passender Hintergrund ist für ein professionelles Bewerbungsfoto unerlässlich. Werden Hintergrundmotiv, Kontrast oder Farben falsch gewählt, rückt es Sie buchstäblich in ein falsches Licht. Achten Sie auf einen neutralen, einfarbigen Hintergrund, der auf den Rest des Bildes abgestimmt ist. Idealerweise harmonieren Hintergrund, Ihre Kleidung und die Farbgestaltung der ganzen Bewerbung miteinander.

Fazit: Trotz aller Bemühungen, Bewerber ausschließlich nach Ihrer fachlichen Kompetenzen und Ihren Erfahrungen auszuwählen, spielen Bewerbungsfotos in Deutschland nach wie vor eine große Rolle. In vielen Ländern (z.B. in der Schweiz oder den USA) ist das mittlerweile anders. Wenn Sie sich in Deutschland bewerben, sollten Sie in jedem Fall darauf achten, dass Ihr Bewerbungsfoto professionell gestaltet ist, zur Position passt und sich gut in Ihre Bewerbungsunterlagen einfügt.

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